{"id":12,"date":"2016-02-23T16:27:18","date_gmt":"2016-02-23T16:27:18","guid":{"rendered":"http:\/\/mozartgemeinde.de\/wordpress_6\/?page_id=12"},"modified":"2017-01-16T16:48:58","modified_gmt":"2017-01-16T15:48:58","slug":"berichte","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.mozartgemeinde.de\/?page_id=12","title":{"rendered":"Berichte"},"content":{"rendered":"<p><strong>Letzter von Eberhard Kraus verfasster Bericht \u00fcber die Aktivit\u00e4ten der Mozartgemeinde von 1999 bis 2002 (2003) <\/strong><\/p>\n<p>Der letzte Bericht unserer Mozartgemeinde wurde im Februar 1999 verfasst. Er gab Aufschluss \u00fcber die Art unserer Veranstaltungen, unserer Pflege von Mozarts Werk und vor allem der Einbindung heimischer Musik und Kultur in all unsere Aktivit\u00e4ten, wie es in unserer Satzung ausdr\u00fccklich verlangt wird. Und so fuhren wir in den folgenden Jahren auch weiter.<\/p>\n<p>Unsere Kulturfahrten, stets ein besonders freudig angenommener Programmpunkt, hatten auch entsprechende Themen. Am 9. Oktober 1999 starteten wir nach St. Gilgen am Wolfgangsee, dem Geburtsort von Mozarts Mutter und einer Lebensstation seiner Schwester Nannerl. Dort besuchten wir das \u201ehochf\u00fcrstliche Pfleghaus\u201c, das von Mozarts Gro\u00dfvater m\u00fctterlicherseits 1716-1720 erbaut wurde, in dem Mozarts Mutter geboren wurde und in dem Schwester Nannerl als \u201eFreifrau von Berchthold zu Sonnenberg\u201c jahrelang lebte. Im Dorfcafe h\u00f6rten wir Klavierst\u00fccke aus Leopold Mozarts \u201eNotenb\u00fcchlein f\u00fcr Nannerl\u201c, erlebten im Musikinstrumenten-Museum der V\u00f6lker eine Tonbildschau \u201eDie Mozarts und St. Gilgen\u201c und fuhren mit dem Schiff \u00fcber den See nach St. Wolfgang.<\/p>\n<p>Die Kulturfahrt ein Jahr sp\u00e4ter, am 14. Oktober 2000, galt einem Oberpf\u00e4lzer Komponisten der Mozartzeit, Pater Theodor Gr\u00fcnberger (1756-1820). Wir wandelten auf den Spuren dieses seinerzeit hochgesch\u00e4tzten Komponisten, h\u00f6rten seine Orgelmusik in seinem Geburtsort Bettbrunn auf einer restaurierten historischen Orgel, suchten sein Grab auf dem Friedhof von Moosburg auf, h\u00f6rten in der herrlichen Wallfahrtskirche von Maria Thalheim seine gef\u00e4lligen Orgelst\u00fccke und in der Kirche von Ramsau, wohin er nach einem \u201evon ihmverursachten \u00f6ffentlichen Skandal\u201c strafversetzt wurde, seine heiter-unbeschwerte Kirchenmusik. Im Schlo\u00df Stampfl \u00fcber dem Inntal klang der Tag aus.<\/p>\n<p>Die Fahrt des Jahres 2001 ging am 13. Oktober nach Bayreuth und stand im Zeichen von Mozarts \u201eB\u00e4sle\u201c, das dort jahrelang lebte und 1841 verstarb. Wir suchten den Friedhof auf, h\u00f6rten in der \u201eGottesackerkirche\u201c Orgelmusik von Augsburger Freunden Mozarts. Konnten als besonderes Ereignis auch ein Programm mit Arien und Klavierst\u00fccken Mozarts auf dem \u201eLiszt-Fl\u00fcgel\u201c des Klavierhauses Steingr\u00e4ber gestalten, auf dem nat\u00fcrlich Liszts Transkriptionen mozartscher Motetten h\u00f6chst authentisch klangen. Wir besuchten noch das markgr\u00e4fliche Opernhaus und h\u00f6rten Orgelmusik in der Schlosskirche.<\/p>\n<p>Wieder ein Jahr sp\u00e4ter, am 12. Oktober 2002, fuhren wir einen Teil der Reise nach, die Leopold Mozart mit Frau und Kindern 240 Jahre zuvor gemacht hatte. Wir besuchten das ehemalige Kloster Vormbach am Inn mit seiner soeben wieder restaurierten klangsch\u00f6nen historischen Br\u00fcstungsorgel, fuhren dann weiter nach Passau, wo wir in der bisch\u00f6flichen Residenz, in welcher der sechsj\u00e4hrige Wolfgang 1762 vor dem Bischof spielte, die Prozessionsorgel aus dem 18. Jahrhundert mit Mozartischer Musik h\u00f6ren konnten. Wir machten wie die Mozarts eine Schiffsreise auf der Donau \u2013 allerdings sicher auf einem bequemeren Schiff als diese \u2013 und konnten in der Klosterkirche Engelszell wieder Mozarts Musik auf einer vor kurzem restaurierten Orgel genie\u00dfen. Die F\u00fchrungen und Tasteninstrumenten-Beitr\u00e4ge f\u00fchrte stets Eberhard Kraus aus, unterst\u00fctzt vom Gesang seiner Frau Brigitte Kraus (Sopran).<\/p>\n<p>Parallel zu diesen Kulturfahrten fanden in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule Regensburg jeweils im Fr\u00fchjahr die \u201eOrgelfahrten mit Eberhard Kraus\u201c statt. Ziele waren 1999 der Oberpf\u00e4lzer Wald, 2000 das Land zwischen Schwarzer Laaber, Altm\u00fchl und Donau, 2001 der Oberpf\u00e4lzer und Bayerische Wald und 2002 das H\u00fcgelland s\u00fcdlich Regensburg bis nach Dachau. Geh\u00f6rt und erl\u00e4utert wurden historische und moderne Orgeln mit der jeweils dazu passenden Orgelliteratur.<\/p>\n<p>Traditionell findet auch immer ein Fr\u00fchjahrskonzert in Zusammenarbeit mit dem Collegium musicum Regensburg statt. Dieses dient vor allem unserem Satzungszweck, Musik unserer Heimat aufzuf\u00fchren. So sang Christel Erkes am 9. Februar 1999 Lieder von Richard Strauss, dessen 50. Todesjahr zu gedenken war, und dessen Ahnen v\u00e4terlicherseits ja aus der Oberpfalz stammten. Eberhard Kraus begleitete sie und spielte au\u00dferdem Klaviermusik von Strauss und Hans Pfitzner, der ebenfalls vor 50 Jahren gestorben war. Am 8. Februar 2000 hie\u00df das Thema \u201eDrei Generationen Mozart\u201c; zur Auff\u00fchrung kamen Kammermusik von Leopold (mit Alexandra K\u00e4ufl und Michaela Reichl, Violinen) und Klavierst\u00fccke und Lieder von Wolfgang Amad\u00e9 Mozart Vater und Sohn (mit Alexandra Seidel, Gesang, und Eberhard Kraus, Klavier). Am 6. Februar 2001 wurde des 200. Todestages des Regensburger Thurn- und Taxischen Hofkapellmeisters Joseph Touchemoulin gedacht, indem Kammermusik von ihm und seinen Kollegen der Regensburger Hofmusik f\u00fcr Fl\u00f6te, Streicher und Cembalo aufgef\u00fchrt wurde. Am 5. Februar 2002 wurde die Gesamtdarstellung der Violinsonaten des Oberpf\u00e4lzers Max Reger mit der Sonate fis-Moll op. 84 fortgesetzt (Rainer Peterhof, Violine); Eberhard Kraus spielte zus\u00e4tzlich am Klavier noch die Walzer op. 22 und die sechs Fugen op. 99.<\/p>\n<p>Die Beitr\u00e4ge der Mozart-Gemeinde zur allj\u00e4hrlich stattfindenden Bach-Woche Regensburg (1975 von Eberhard Kraus gegr\u00fcndet und bis einschlie\u00dflich 2003 von ihm mit dem Collegium musicum Regensburg durchgef\u00fchrt) hatten folgende Themen: 1999 Johann Sebastian Bach \u2013 Georg Friedrich H\u00e4ndel; aufgef\u00fchrt wurden Ba\u00df-Arien von Bach und Konzerte f\u00fcr Fl\u00f6te, Violine und Cembalo von H\u00e4ndel. \/ 2000 Johann Sebastian Bach \u2013 Regensburger Moderne; Arien und Chor\u00e4le von Bach und Psalm-Meditationen von Eberhard Kraus. \/ 2001 Johann Sebastian Bach \u2013 Antonio Vivaldi; Trompetensonaten, Konzerte und Cembalobearbeitungen von Bach und Vivaldi.\/ 2002 Johann Sebastian Bach \u2013 Wolfgang Amad\u00e9 Mozart; Kirchensonaten von Mozart und Choralvariationen von Bach . Die gut besuchten Konzerte fanden stets in der Deutsch-Ordens-Kirche St. \u00c4gidien statt. In derselben Kirche werden auch die Adventsmusiken durchgef\u00fchrt, die die Mozartgemeinde allj\u00e4hrlich f\u00fcr das dortige Seniorenstift St. Josef ausrichtet.<\/p>\n<p>Zu den immer bestens besuchten Konzert-Matineen im Regensburger Historischen Museum, Gespr\u00e4chskonzerten mit Eberhard Kraus an historischen Instrumenten, l\u00e4dt die Mozart-Gemeinde immer unter besonderen Titeln ein: \u201eBach, der ber\u00fchmte\u201c mit Kompositionen von Johann Christian Bach; \u201eMozart, das Wunderkind\u201c mit Werken des achtj\u00e4hrigen Wolfgang Amad\u00e9; \u201eMozart, der Sohn\u201c mit Werken von Wolfgang Amad\u00e9 Mozart Sohn; \u201eEin Regensburger G\u00f6nner: Wolfgang Amad\u00e9 Mozart und Baron von Grimm in Paris\u201c; \u201eWolfgang Amad\u00e9 Mozart: Br\u00fcder reicht die Hand zum Bunde \u2013 Welche Musik kann zur Hymne werden?\u201c<\/p>\n<p>So erf\u00fcllt die Regensburger Mozart-Gemeinde ihre Aufgaben innerhalb eines reichen st\u00e4dtischen Musiklebens, vom Publikum angenommen, von der Fachkritik bestens beachtet und ihren Zielen, und nicht zuletzt ihren finanziellen M\u00f6glichkeiten treu.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong><em>Eberhard Kraus <\/em><\/strong><\/p>\n<p><strong><em>(Originaltext aus dem Archiv Eberhard Kraus; leicht revidiert von Wolfgang Kraus)\u00a0 \u00a0<\/em><\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Letzter von Eberhard Kraus verfasster Bericht \u00fcber die Aktivit\u00e4ten der Mozartgemeinde von 1999 bis 2002 (2003) Der letzte Bericht unserer Mozartgemeinde wurde im Februar 1999 verfasst. 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